Ausblick 2026: Das kommt auf Vermieter und Eigentümer zu

Das Jahr 2026 hat begonnen und bringt für Vermieter, Verwalter und Eigentümer sowohl vertraute Rahmenbedingungen als auch neue rechtliche und wirtschaftliche Entwicklungen mit sich. Einige Weichenstellungen stehen bereits jetzt an und sollten frühzeitig bedacht werden, um fundierte Entscheidungen für die kommenden Monate zu treffen.

Mietrecht bleibt im Fokus

Die Mietpreisbremse wird bis Ende 2029 verlängert und gilt weiterhin in angespannten Wohnungsmärkten. Bei Neuvermietungen darf die Miete also auch 2026 grundsätzlich höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Zusätzlich plant das Bundesjustizministerium Änderungen bei Indexmietverträgen sowie beim möblierten Wohnen. Hintergrund ist die starke Kopplung an die Inflation, die in den vergangenen Jahren für deutliche Mietsteigerungen gesorgt hat. Auch wenn die konkreten Regelungen noch nicht feststehen, solltest du diese Vertragsformen im kommenden Jahr besonders im Blick behalten.

Sozialwohnungen und Förderprogramme

Im Bereich des öffentlich geförderten Wohnraums steigen zum 1. Januar 2026 die Mietobergrenzen sowie die Pauschalen für Verwaltung und Instandhaltung. Gleichzeitig bleiben wichtige Förderprogramme für Wohneigentum bestehen. Dazu zählen sowohl Neubauprogramme für Familien als auch das Programm „Jung kauft Alt“, das den Erwerb sanierungsbedürftiger Bestandsimmobilien unterstützt. Aufgrund der angespannten Haushaltslage ist jedoch damit zu rechnen, dass Förderanträge künftig strenger geprüft werden und mehr Zeit in Anspruch nehmen.

Energie und Heizung werden 2026 noch wichtiger

Das Thema Energieeffizienz rückt weiter in den Mittelpunkt. Spätestens ab Juli 2026 müssen neue Heizungen in Großstädten zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden, abhängig vom Stand der kommunalen Wärmeplanung. Gleichzeitig steigt der CO₂ Preis weiter an, was insbesondere Öl und Gasheizungen spürbar verteuert. Für dich als Vermieter gilt weiterhin das gesetzliche Stufenmodell zur Aufteilung der CO₂ Kosten. Zusätzlich müssen bis Ende 2026 alle Heiz und Warmwasserzähler in Mehrfamilienhäusern fernablesbar sein und Mieter monatlich über ihren Verbrauch informiert werden.

Europäische Vorgaben erhöhen den Handlungsdruck

Bis spätestens Mai 2026 muss die europäische Gebäudeeffizienzrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt werden. Ziel ist es, den Energieverbrauch des Gebäudebestands deutlich zu senken. Welche konkreten Pflichten daraus entstehen, ist derzeit noch offen. Klar ist jedoch, dass Themen wie Sanierungsplanung, Energieeffizienz und langfristige Investitionsstrategien weiter an Bedeutung gewinnen werden.

Unser Fazit

2026 wird kein Jahr radikaler Umbrüche, aber ein Jahr wichtiger Entscheidungen. Wenn du deine Immobilien frühzeitig strategisch ausrichtest, bleibst du flexibel und wirtschaftlich gut aufgestellt.

Genau dabei unterstützen wir dich bei Immobilien55. Ob Vermietung, Verwaltung, energetische Modernisierung oder die langfristige Entwicklung deines Immobilienbestands, wir begleiten dich persönlich und praxisnah durch ein immer komplexeres Marktumfeld.

Herzliche Grüße

Ihr Team von Immobilien55