Energetische Sanierung lohnt sich – für Klima, Mieter und Vermieter-Portemonnaie

Eine neue Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag der DENEFF zeigt: Ambitionierte energetische Sanierungen rechnen sich mehr denn je. Steigende Energiepreise und CO₂-Kosten machen Effizienz zum klaren Wettbewerbsvorteil. „Effizienz schützt Eigentümer wie Mieter“, so die Studienautoren.

Sanierung senkt Betriebskosten – und schützt vor steigenden CO₂-Preisen

In einem unsanierten Einfamilienhaus können sich bis 2045 Energiekosten von 60.000 bis 120.000 Euro summieren. Eine Sanierung auf das Niveau Effizienzhaus 70 reduziert diese um zwei Drittel, auf Effizienzhaus 55 sogar auf ein Viertel. Gerade wenn ohnehin Instandhaltungen anstehen, lohnt es sich für niedrigere Betriebskosten, zufriedene Mieter und eine zukunftsfähige, klimagerechte Immobilie die Effizienz mitzudenken.

Ab 2027: CO₂-Preis explodiert – neue Kostenlawine für unsanierte Gebäude

Mit dem neuen EU-Emissionshandelssystem ETS-2, das 2027 startet, werden CO₂-Zertifikate für Wärme und Verkehr frei handelbar. Das kann drastische Preissteigerungen bedeuten: Prognosen rechnen mit CO₂-Preisen von bis zu 400 Euro/Tonne bis 2040 – ein Plus von über 600 Prozent.

Ein Beispiel: In Hamburg könnten für ein durchschnittliches Wohnhaus mit 165 m² und Gasheizung CO₂-Kosten von aktuell 431 Euro auf über 3.100 Euro jährlich steigen. Bei Mehrfamilienhäusern können laut Berechnungen von Purpose Green je nach energetischem Zustand jährliche Mehrkosten von über 45.000 Euro entstehen – zum Großteil vom Vermieter zu tragen.

Seit 2023 gilt ein Stufenmodell: Wer nicht saniert hat, zahlt bis zu 95 % der CO₂-Kosten selbst. Energetisch gute Gebäude ermöglichen dagegen eine faire Kostenverteilung mit den Mietern.

Modell Berlin: Große CO₂-Einsparpotenziale im Bestand

In Berlin verursachen rund 300.000 Wohngebäude jährlich 14 Millionen Tonnen CO₂. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 217 kWh/m², was zu einem Emissionswert von 62 Kilogramm CO2-Äquivalenten führt. Die besten 15 % der Gebäude unterschreiten 29 kg CO₂ pro m² und gelten damit als EU-taxonomiekonform. Das zeigt: Sanieren heißt nicht nur sparen, sondern auch aktiv zum Klimaschutz beitragen.

Fazit für Vermieter:

Wer heute saniert, senkt Betriebskosten drastisch, schützt sich vor den kommenden CO₂-Kosten und erhöht langfristig den Wert und die Vermietbarkeit seiner Immobilie. Gleichzeitig wird der eigene Gebäudebestand fit für regulatorische Anforderungen und leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

Je schlechter der energetische Zustand, desto größer das finanzielle und ökologische Einsparpotenzial .

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